Montag, 19. Dezember 2011, 09:56 Uhr
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Montag, 19. Dezember 2011, 09:51 Uhr
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Foto: Matthias Kudra
Der einstige DDR-Fernsehliebling Herbert Köfer stellt im Tauchaer Café Esprit seine Autobiografie vor.
Taucha. Mit Herbert Köfer war am Samstagabend ein bekannter DDR-Schauspieler, Moderator und Synchronsprecher im ausverkauften Café Esprit zu Gast. In seiner komödiantischen Art und Weise las der 90-Jährige mit seiner so sympathischen Stimme einige Episoden aus seiner Autobiografie „Nie war es so verrückt wie immer ...“, die 2008 in einer erweiterten Neuauflage im Verlag „Das Neue Berlin“ erschien.
Der Titel des Buches sei so stimmig, stellte Köfer gleich am Anfang seiner Lesung klar und bekannte: „Ich war gerne ein DDR-Bürger, ich schäme mich nicht dafür“. Herbert Köfer kennt man vom Fernsehen, vom Radio und auch vom Theater. Bei der Geburtsstunde des Deutschen Fernsehfunks (DFF) war er am 21. Dezember 1952 der erste Nachrichtensprecher der „Aktuellen Kamera“. Fast 40 Jahre gehörte er dem DFF-Ensemble an und hat das Profil des Senders mit geprägt, zum Beispiel in der Rolle des Rentners Schmidt in der 20-teiligen Serie „Rentner haben niemals Zeit“. Auch in der letzten Sendung des DFF am 31. Dezember 1991 stand er noch einmal vor der Kamera.
Dabei sollte Herbert Köfer nach dem Willen seiner Eltern einmal den Verlag seines Vaters übernehmen und so begann er 1937 mit einer kaufmännischen Lehre. Doch sein Interesse für die Schauspielerei erwachte schon 1929, als er mit seinen Eltern die Heidelberger Schloßfestspiele besuchte und bekannte Schauspieler jener Zeit erlebte. Das Kleist’sche Ritterschauspiel „Kätchen von Heilbronn“ hat es ihm besonders angetan. „Da habe ich Blut geleckt und war dem Zauber verfallen“ sagte er wörtlich dazu. Heimlich bewarb er sich dann auf eine Zeitungsannonce hin bei der Schauspielschule. Er bestand die Eignungs- und schließlich auch die Aufnahmeprüfung. Eine Ohrfeige bekam er von seiner Mutter dafür, als sie das herausbekam. „Die Kunst verlangt Opfer“ schreibt Köfer in seinem Buch dazu. Doch ein Opfer sollte er für die Schauspielerei allerdings bringen, nämlich seine abstehenden Ohren anlegen lassen. Pfiffig klebte er sich die Ohren nur an. Sehr zur Erheiterung der Zuhörer las er dann eine Episode aus dem Buch, wie der Kleber an einem heißen Sommertag plötzlich nach ließ und sein Direktor das mit den Worten: „Köfer sie werden mal Komiker“ kommentierte. Ist er ja dann auch geworden.
Gespannte Ruhe dann als Köfer aus seiner Geschichte „Totalschaden“ gelesen hat. Am Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 war ihm eine Kuh, „ein Zonenrind“ ins Auto gelaufen und verursachte einen Auffahrunfall. Herbei geeilte Polizisten erkennen ihn sofort und die anderen beteiligten Autofahrer aus den alten Bundesländern wundern sich sehr darüber. Für Köfer war das „eine Art Gleichnis“. Doch auch in letzter Zeit stand er noch oft vor der Kamera und tourt mit seiner „Köfers Kommödiantenbühne durch die Lande. Aufhören will er noch nicht, denn es gibt für ihn viele Gründe nicht zu sterben.
Für die Zuschauer war es ein „sehr guter und erfrischender Abend“, wie Steffi Möller aus Schkeuditz feststellte. Sie faszinierte vor allem, wie geistig fit Köfer wirkte. Constanze Sucker ist extra wegen Herbert Köfer mit ihrem Mann aus Berlin angereist. Auf der Buchmesse war sie auf ihrem Lieblingsstand, dem der LVZ. Doch auch die Lesung in Taucha hatte sie sich extra ausgesucht. „Hier ist es gemütlicher als auf der Messe, wo es so voll ist“, brachte Uta Marz ihre Eindrücke von den Lesungen im Tauchaer Kulturcafe auf den Punkt.
© LVZ-Online,Matthias Kudra 20.03.2011,
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Montag, 21. März 2011, 09:48 Uhr
Die Fertigstellung des sechsten Bandes der Lene-Voigt-Werkausgabe wurde eigentlich zur Leipziger Buchmesse 2011 erwartet. Leider ist er nicht fertig geworden. Edelgard und Martin Langer, bekannt auch als die "Fiffschen Gaffeesachsen" wollten diesen Band eigentlich zur Lesereihe "Leipzig liest in Taucha" vorstellen, griffen aber so noch einmal zum Band 5 mit seinen 417 Seiten, welcher auch den Untertitel trägt: Verstreute Arbeiten.
270 unterschiedliche Genres sind darin verteten: Gedichte, Szenen mit den Figuren "de Ziedschen und de Biedschen" und "de Bammlern", viele Kurzgeschichten und Prosa-Texte mit autobiographischem Hintergrund, aber auch Rezensionen von Lene Voigt zu Büchern anderer Autoren. Der allererste Lene-Voigt-Text stammt aus dem Jahr 1906. Mit 15 Jahren veröffentlichte sie erste Texte noch unter Helene Wagner. Und was sogar viele Lene-Voigt-Fans nicht wussten: Lene Voigt war auch eine hochdeutsch schreibende Schriftstellein von Rang. Von den 270 Texten des Bandes 5 sind allein 154 in hochdeutsch geschrieben.
Nachdem die beiden Tauchaer Mundartkabarettisten über Lene Voigts dichterisches Schaffen gesprochen hatten, war es logisch, dass sie auch einiges aus ihren Werken vortrugen.
Die erste Zeile des ersten Lied "Enne gleene Welt fier sich" passte dann auch gleich zum Lesen: "Wenn mor sich in e Buch vorsenkt..." Weitere "Glassiger" folgten, so "´s Gräbbdeschiehnegleed", " Abbelgriebse ", "De Gaddaschtrohfe" oder "Nu wärds awer"
In diesem Jahr wird der 120. Geburtstag von Lene Voigt festlich begangen. Edelgard Langer, die neue Vereinsvorsitzende der Lene-Voigt-Gesellschaft Leipzig e.V., ist schon mächtig mit den Vorbereitungen zu Gange. werden, denn es gilt vieles vorzubereiten. Der Männerchor Taucha ist da in einem Projekt mit vertonten Balladen beteiligt.
Bericht IVT. Text und Fotos: Reinhard Rädler
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Montag, 21. März 2011, 09:45 Uhr
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Eigentlich war Schauspielerin Katy Karrenbauer, bekannt durch die Rolle der Christine Walter in der Fernsehserie "Hinter Gittern - Der Frauenknast.", und neuerdings auch durch das "Dschungelcamp" für die Lesereihe "Leipzig liest in Taucha" avisiert, musste aber aus terminlichen Gründen die Lesung aus ihrem Buch "Das Leben ist kein Fischfurz" absagen,
Liebenswerter Weise sprang dafür ihre beste Freundin, die Schauspielerin Karen Böhne, ein, die ihrerseits auch aus dieser TV-Serie als Anstaltsleiterin Eva Baal bekannt sein dürfte. Karen Böhne, die von ihrem plötzlichen "Auftrag" in Taucha zu lesen, erst kurz vor dem Termin erfuhr, zeigte sich anfangs davon selbst überrascht, erwies sich aber im Gespräch mit Moderator Roman Knoblauch und später in der Lesung als überaus charmante, erzählfreudige Gesprächspartnerin und versierte (Vor)Leserin.
Die in Hamburg aufgewachsene Karen Böhne wollte eigentlich Seemann werden Als das ein Traum blieb, wurde sie Schauspielerin und hatte in Düsseldorfer Schauspielhaus ihr erstes Engagement, spielte aber schon mit 17 in einem Fernsehfilm mit. Ihre erste TV-Hauptrolle spielte sie in der Fernsehserie "Alphateam". Bei den Dreharbeiten zu "Hinter Gittern" lernte sie auch Katy Karrenbauer kennen. Über die Jahre enger Zusammenarbeit in der Serie ("Man lernt einen Menschen am Besten bei der Arbeit kennen", sagte Karen Böhne) wurden Katy Karrenbauer und Karen Böhne beste Freundinnen, die gemeinsam in den Urlaub fuhren, aber auch in schlimmen Lebenslagen zusammenhielten. So z.B., als Katy Karrenbauer in finanzielle Schwierigkeiten geriet oder auch als sie wegen eines ungeklärten Darmproblems Operationen und Klinikaufenthalte über sich ergehen lassen musste.
Der Aufenthalt im "Dschungelcamp" habe Katy Karrenbauer sehr geholfen, finanziell und persönlich, berichtete Karen Böhne. Auf eine Wunschrolle für sich angesprochen, wollte Karen Böhne keine konkrete Figur nennen, ihr gefiele vielmehr irgend eine Rolle in einem aufwändigen Köstüm.
Zwei Bücher hat Katy Karrenbauer bisher mit (etwas längeren) Kurzgeschichten gefüllt. Aus dem 2010 erschienen Geschichtenband "Die Freiheit nehm' ich mir!" las Karen Böhne in einem gekonnten Vortrag mehrere ernste aber auch heitere Episoden aus Katy Karrenbauers Alltagserlebnissen. Da beeindruckte besonders die Offenheit in der Geschichte "Mein Darm", in der Katy Karrenbauer ihre Erlebnisse, Gefühle und Ängste beschrieb. Die Geschichten "Wer wird Millionär" und "Venedig für Singles" wurden vom Publikum mit hörbarem Vergnügen aufgenommen.
Im Anschluss an die Lesestunde kam die sympathische Karen Böhne noch mit dem Publikum ins Gespräch, unter dem sich sogar extra aus Düsseldorf angereiste Fans befanden.
Bericht IVT. Text und Fotos: Reinhard Rädler
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Montag, 21. März 2011, 09:39 Uhr
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Foto: Reinhard Rädler
Starkes Werk: Susan Hastings las aus ihrem neuen historischen Roman "Blauer Staub".
Taucha. Der Leipziger Erfolgsautorin Susan Hastings war es vorbehalten, als erster „Profi“ bei „Leipzig liest in Taucha“ vorzutragen. Im voll besetzten Café Esprit las sie aus ihrer historischen Romanbiografie „Blauer Staub“, der im Oktober 2010 erschien.
Diese wahre Begebenheit aus ihrem eigenen familiären Umfeld hatte zehn Jahre in der Schublade geschlummert, weil die Verlage meinten „das liest keiner“. Bis sich ihr mit der 2008 erschienen historischen Romanbiografie „Der Wollhändler“ beim Leipziger Plöttner-Verlag dafür die Türen öffneten. Susan Hastings hatte nach Erzählungen ihrer 90-jährigen Tante die bewegende Geschichte ihrer Urgroßtante Elisabeth Voigt aus Leipzig-Volkmarsdorf in eine romanhafte Form gebracht.
Beim Vortrag spann sie mit geschickt ausgewählten Kapiteln den Bogen vom elterlichen Milieu ihrer Urgroßtante Betty in der Konradstraße und ihrer ersten Begegnung mit einem vermeintlichen Diamantenhändler aus Südafrika über ihre Naivität und Arglosigkeit bis nach Kapstadt, wo sie schließlich 1886 in die Hände skrupelloser Geschäftemacher geriet. Sieben lange Jahre war Betty dort in einem Bordell Gefangene, bis sie freigekauft wurde und durch eine Heirat doch noch in die bessere Gesellschaft aufstieg.
„Hier wäre bei Courths-Mahler die Geschichte zu Ende gewesen“, sagte Susann Hastings am Schluss ihrer Lesung mit Augenzwinkern, „Aber nicht bei mir! Wer mehr wissen will, sollte das Buch lesen.“ Ihr ist mit dem 336 Seiten dicken Buch eine wirklich starke Geschichte gelungen, die Lust auf Lesen macht.
Foto: Reinhard Rädler
Blutige Sache: Henner Kottes Krimis überraschten am Ende mit teils grotesken Szenen.
Aus ganz anderem Holz geschnitzt waren die Kriminalgeschichten des Leipziger Krimi-Autors Henner Kotte, die er zu später Stunde vortrug. In ausschweifenden Milieu- und Situationsbeschreibungen und stimmigen Dialogen schilderte er gekonnt zuerst Alltagssituationen, die jeder schon so oder so erlebt oder zumindest gedacht haben könnte. Doch dann, meist in den letzten fünf Sätzen seiner Geschichten, kippte das Ganze plötzlich in blutige oder grotesk brutale Situationen um, mit denen der Autor seine erschrockenen Zuhörer alleine ließ, indem sie sich selbst einen Reim auf die Ereignisse machen mussten, die allesamt nicht nach Happy End aussahen. „Die Motive in einem Krimi ähneln sich irgendwie alle“, so der erfahrene Autor. „Man muss nur eine spannende Geschichte drumherum bauen.“
Da mag man kaum glauben, dass Henner Kotte auch Kinderkrimis schreibt, die für Erstklässler geeignet sind. Den Spagat hat er mit einer kindgemäßen Schreibweise und der Möglichkeit geschafft, den Täter an Hand schöner bunter Buch-Illustrationen zu überführen.
Wenn auch die Inhalte der beiden Lesungen konträrer nicht hätten sein können, eines haben die beiden Autoren gemeinsam: Sie sitzen beide in der Jury des Literaturwettbewerbes 2011 der Stadt Taucha.
© LVZ-Online,Reinhard Rädler 18.03.2011,
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Montag, 21. März 2011, 09:28 Uhr
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Der einstige DDR-Fernsehliebling Herbert Köfer stellt im Tauchaer Café Esprit seine Autobiografie vor.
Foto: Matthias Kudra
Mit Herbert Köfer war am Samstagabend ein bekannter DDR-Schauspieler, Moderator und Synchronsprecher im ausverkauften Café Esprit zu Gast. In seiner komödiantischen Art und Weise las der 90-Jährige mit seiner so sympathischen Stimme einige Episoden aus seiner Autobiografie „Nie war es so verrückt wie immer ...“, die 2008 in einer erweiterten Neuauflage im Verlag „Das Neue Berlin“ erschien.
Der Titel des Buches sei so stimmig, stellte Köfer gleich am Anfang seiner Lesung klar und bekannte: „Ich war gerne ein DDR-Bürger, ich schäme mich nicht dafür“. Herbert Köfer kennt man vom Fernsehen, vom Radio und auch vom Theater. Bei der Geburtsstunde des Deutschen Fernsehfunks (DFF) war er am 21. Dezember 1952 der erste Nachrichtensprecher der „Aktuellen Kamera“. Fast 40 Jahre gehörte er dem DFF-Ensemble an und hat das Profil des Senders mit geprägt, zum Beispiel in der Rolle des Rentners Schmidt in der 20-teiligen Serie „Rentner haben niemals Zeit“. Auch in der letzten Sendung des DFF am 31. Dezember 1991 stand er noch einmal vor der Kamera.
Dabei sollte Herbert Köfer nach dem Willen seiner Eltern einmal den Verlag seines Vaters übernehmen und so begann er 1937 mit einer kaufmännischen Lehre. Doch sein Interesse für die Schauspielerei erwachte schon 1929, als er mit seinen Eltern die Heidelberger Schloßfestspiele besuchte und bekannte Schauspieler jener Zeit erlebte, wie z.B. Götz George. Das Kleist’sche Ritterschauspiel „Kätchen von Heilbronn“ hat es ihm besonders angetan. „Da habe ich Blut geleckt und war dem Zauber verfallen“ sagte er wörtlich dazu. Heimlich bewarb er sich dann auf eine Zeitungsannonce hin bei der Schauspielschule. Er bestand die Eignungs- und schließlich auch die Aufnahmeprüfung. Eine Ohrfeige bekam er von seiner Mutter dafür, als sie das herausbekam. „Die Kunst verlangt Opfer“ schreibt Köfer in seinem Buch dazu. Doch ein Opfer sollte er für die Schauspielerei allerdings bringen, nämlich seine abstehenden Ohren anlegen lassen. Pfiffig klebte er sich die Ohren nur an. Sehr zur Erheiterung der Zuhörer las er dann eine Episode aus dem Buch, wie der Kleber an einem heißen Sommertag plötzlich nach ließ und sein Direktor das mit den Worten: „Köfer sie werden mal Komiker“ kommentierte. Ist er ja dann auch geworden.
Gespannte Ruhe dann als Köfer aus seiner Geschichte „Totalschaden“ gelesen hat. Am Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 war ihm eine Kuh, „ein Zonenrind“ ins Auto gelaufen und verursachte einen Auffahrunfall. Herbei geeilte Polizisten erkennen ihn sofort und die anderen beteiligten Autofahrer aus den alten Bundesländern wundern sich sehr darüber. Für Köfer war das „eine Art Gleichnis“. Doch auch in letzter Zeit stand er noch oft vor der Kamera und tourt mit seiner „Köfers Kommödiantenbühne durch die Lande. Aufhören will er noch nicht, denn es gibt für ihn viele Gründe nicht zu sterben.
Für die Zuschauer war es ein „sehr guter und erfrischender Abend“, wie Steffi Möller aus Schkeuditz feststellte. Sie faszinierte vor allem, wie geistig fit Köfer wirkte. Constanze Sucker ist extra wegen Herbert Köfer mit ihrem Mann aus Berlin angereist. Auf der Buchmesse war sie auf ihrem Lieblingsstand, dem der LVZ. Doch auch die Lesung in Taucha hatte sie sich extra ausgesucht. „Hier ist es gemütlicher als auf der Messe, wo es so voll ist“, brachte Uta Marz ihre Eindrücke von den Lesungen im Tauchaer Kulturcafe auf den Punkt.
© LVZ-Online, Matthias Kudra 20.03.2011
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Montag, 14. März 2011, 08:52 Uhr
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Montag, 14. März 2011, 08:49 Uhr
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Dienstag, 08. März 2011, 13:17 Uhr
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Foto: Reinhard Rädler
Karnevalsstimmung beim Kabarett Tauchaer Brettl: Auf der Bühne singen Lutz Pohlers, Hans-Jürgen Rüstau und Tobias Meier (von links)
Während rund um Taucha der Faschings-Bär steppte, war zur fünften Jahreszeit in Taucha „Tote Hose“. Naja, fast... Wenigstens kam am Rosenmontag im gut besetzten Cafe Esprit so etwas wie Karnevalsstimmung auf, als das „Tauchaer Brettl“ in seinem „Buch der Lieder“ mit den schönsten Texten und Songs des Tauchaer Kabaretts aus den Jahren 2006 bis 2009 blätterte.
Einige Texte und die darin handelnde Personen waren zwar mittlerweile vom Zahn der Zeit überholt, die Kabarettisten Jürgen Rüstau, Tobias Meier und Jürgen Ullrich verstanden es aber, in den Moderationen aktuelle Bezüge herzustellen. Da war mal vom „kleinen König“ die Rede, der „aber jetzt Sauer ist“ oder vom Tempel am Schöppenteich, aus dem die Abgeordneten „immer ihre Kraft schöppen“. Schön war es, unter der Gitarrenbegleitung von Lutz Pohlers wieder einmal die alten Lieder zu hören, von denen einige fast schon zu Gassenhauern geworden sind: Das „Pack die Badehose ein“ oder das „knallrote Dönerhaus“ genauso, wie der Song über „Eilenburg-Ost“, die (fast) Liebeserklärung „Für Taucha tun wir alles“ oder die „halboffizielle“ Hymne „Sing mei Nordsachse sing“.
Natürlich stand das lokale Geschehen auf der Tagesordnung, über dessen Kritikpunkte der Bürgermeister einen Beschwerdebrief zu erwarten hat, falls der Absender einen Briefkasten in der Nähe findet... Neben oft diskutierten altbekannten Themen, kam darin der Vorschlag, mit Blick auf die Baumfällaktionen der jüngsten Zeit, Taucha in Holzhausen umzubenennen.
Bei einer fiktiven Stadtführung wurden die Gäste in das „wunderbare Biotop“ am ehemaligen „Cafe Sitz“ entführt, der Bahnhof mit seinem Umfeld als Beispiel hervorragender Baukunst dargestellt und zur Einkehr in das „Spitzen-Restaurant an der Endstelle“ eingeladen. Mit einem weinenden, aber eher lachenden Auge verabschiedete das Kabarettpublikum Klofrau Elfriede in die Altersteilzeit und auch Hausmeister Tobias wird in den Ruhestand gehen.
Sie machen Platz für neue Figuren im neuen Kabarettprogramm im Herbst „Ich war noch niemals in New York“. Beide Kultfiguren gaben ihrem Affen zum Abschluss noch einmal richtig Zucker. Elfriede zelebrierte ein letztes Mal ihr „heidiheidiho“ im Elfriede-Blues und der gesanglich starke Tobias war schlussendlich noch einmal „ganz willenlos“. Rei
© LVZ-Online, 08.03.2011,
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Dienstag, 22. Februar 2011, 10:56 Uhr
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