
Herzlich Willkommen im esprit, dem Lesecafe im Herzen von Tauchas Altstadt
Unsere Buchempfehlungen:
Reinhard Müller

"Die Hohen Hundert - Von den Irrlichtern der Macht"
Selbst die Skrupellosesten unter den Mächtigen erkennen zunehmend, dass sich die Welt nicht mehr in geordneten Bahnen befindet.
Dennoch sind sie unnachgiebig, als ein Kardinal sich aufmacht, um die Menschheit wieder in ein lebensfähiges Fahrwasser zu bringen. Der muss erkennen, dass es nicht damit getan ist, die Irrlichter der Macht zu beseitigen, sondern dass Fähigkeiten verloren gegangen sind, welche die Vorfahren des Menschen in sich trugen und die ihn Jahrtausendelang wie ein fernes Licht geführt haben.
Die vom Autor erzählte Story ist fiktiv - die Dreh- und Angelpunkte seines Werkes jedoch bittere Realität.
ISBN 978-3-89772-173-9
Broschur
272 Seiten
19,80 Euro

Weggesperrt
336 Seiten. Klappenbroschur. Ab 14 Jahren
Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2009
9,95 € (D) / 18,90 sFr / 10,30 € (A)
ISBN 978-3-7915-1632-5
Lieferbar ab August 2009
Mit Nachwort, Glossar zu DDR-Begriffen und kurzer Wende-Chronik
Der erste Satz
Anja wandte den Kopf ganz leicht nach hinten und erhaschte aus den Augenwinkeln einen Blick auf einen ihrer Verfolger.
Inhalt:
DDR 1988. Die 14-jährige Anja eckt in der Schule zwar immer mal wieder an, ernsthafte Probleme hat sie aber bisher nicht. Als ihre Mutter einen Ausreiseantrag stellt und öffentlich protestiert, ändert sich Anjas Leben schlagartig. Sie wird in einen Jugendwerkhof, eine Einrichtung der Jugendhilfe, gebracht, ohne dass sie den Grund erfährt oder weiß, was mit ihrer Mutter ist. Anja ist geschockt von den Zuständen im Heim, der Willkür der Erzieher, der Gewalt und dem Drill. Sie will nur eines: fliehen. Tatsächlich gelingt ihr die Flucht, eine zeitlang kann sie bei Verwandten untertauchen. Doch dann wird sie von der Polizei ertappt und zurückgebracht. Es geht von vorne los: Arbeit, Strafen, Drill und Sport. Und es kommt noch schlimmer: Als Anja eines Tages ausrastet, bringt man sie nach Torgau, in den Geschlossenen Jugendwerkhof. Dort ist es wie im Gefängnis: Stahltore, Gitter, Stacheldraht und Hunde. Willkür, Demütigungen und Gewalt steigen ins Unermessliche. Kann Anja dieser Hölle entkommen? Indessen beginnt „draußen“ der Herbst ’89 …
Leseprobe
Der Wagen hielt vor einem grauen Eisentor.
Anja warf einen letzten Blick zurück über die Schulter. Sie wollte das Tor nicht ansehen, das sich öffnete, für sie öffnete. Unendlich langsam, mit einem scharrenden Geräusch; Metall zog über Metall.
Der Wartburg fuhr auf den Hof. Niemand sagte ein Wort.
Anja sah eine hohe Mauer auf der rechten Seite, links das Gebäude mit den vergitterten Fenstern. Vor ihr ein zweites Tor. Wie in Zeitlupe schob sich die graue Metallwand hinter ihr zu. Das war’s also, ja? Sie wurde weggesperrt. In den Knast. Das Wort Hochsicherheitstrakt kam ihr in den Sinn. Es konnte doch nicht sein, dass sie sie in ein Gefängnis steckten!? Ohne ein Urteil? Ohne eine Verhandlung? Ohne einen Richter? Einfach so?
„Wo … wo bin ich?“, stammelte sie.
„Du bist da, wo du hingehörst“, sagte der Erzieher. „Da, wo Leute deines Schlages hingehören.“
Der letzte Satz
Es wird alles anders werden.
Neben der Zeit
Manchmal stehe ich vor Dingen,welche ich schon mal gesehen.
Tagträume in Erinnerungen schwingen,
Leben im Voraus geschehen.
Manchmal komme ich zu Orten,
nie dort gewesen, doch erlebt.
Erinnerungen geschrieben in den schönsten Worten,
ein Herz, welches zeitlos schwebt.
Manchmal stehe ich im Leben,
irgendwo, in einer anderen Zeit.
Glücksmomente zu erstreben,
Leben ohne Trist und Einsamkeit.
Manchmal geht dann meine Reise
in ein nicht gekanntes Land der Träume.
Planlos führen meine Lebensgleise,
berühren von der Zeit vergessene Räume.
Manchmal möchte ich einfach bleiben
auf den Spuren neben meiner Zeit.
Mich an deiner Seele reiben,
zeitlos in Unendlichkeit.
Hans-Jürgen Rüstau 2005

Am 19. April 2007 war im cafe esprit zu Gast:
Cäsar Peter Gläser
Aus dem wilden Leben der deutschen Rocklegende Cäsar Peter Gläser.In der DDR war Cäsar so bekannt wie John Lennon. Und gilt bis heute als einer der großartigsten Gitarristen in der deutschen Rockgeschichte. Seine Hits wie „Wer die Rose ehrt“, „Der Apfeltraum“, „Zwischen Liebe und Zorn“, „Cäsars Blues“, „Nämlich bin ich glücklich“, „Fenster zu“, „Steig ein“ und viele andere haben Kultstatus und begeistern noch heute die Fans.
Mit einem Augenzwinkern und so offen und ehrlich wie ihm möglich, offenbart er für uns sein Leben. Und das war bestimmt nicht eintönig! Er schreibt nicht nur von seinem Leben als Musiker und Bühnenmensch, sondern gibt uns auch Einblicke in seine große Familie und läßt uns an erlebtem Freud und Leid teilhaben. Es ist der wahre Cäsar, ein Mann, der über die große Gabe der Freundlichkeit verfügt und von dem seine Fans noch einiges erwarten dürfen...
"Leipziger Volkszeitung" - die liest man hier im esprit -
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